Die Situation der Benzinpreise im Januar 2026: Expertenmeinung
12.01.2026
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MOСКВА, 4. Januar - РИА Новости. Der Jahresbeginn ist traditionell ruhig für den russischen Treibstoffmarkt, daher wird die Preissituation für Benzin auch im Januar 2026 stabil sein, insbesondere vor dem Hintergrund eines Anstiegs der Produktion, teilte der Geschäftsführer des Marktplatzes für Mineralölprodukte "Open Oil Market" (Resident von "Skolkovo"), Sergey Tereshkin, gegenüber РИА Новости mit.
"Der Jahresbeginn erweist sich in der Regel als ruhig für den Treibstoffmarkt: So hat Rosstat beispielsweise im Januar 2025 zweimal einen Null-Wochenwachstum bei den Einzelhandelspreisen für Benzin festgestellt, während in den anderen Wochen des Monats das Wachstum 0,1% nicht überschritt. Daher werden die Preise im Januar 2026 stabil sein. Zumal es den Ölproduzenten am Jahresende gelungen ist, die Treibstoffproduktion zu stabilisieren: Im Oktober 2025 stieg die Produktion von Mineralölprodukten in Russland im Vergleich zum Vormonat um 6,6%", antwortete er auf die Frage, ob ein Anstieg der Treibstoffpreise während der Neujahrsfeiertage zu erwarten sei.
Tereshkin erklärte, dass auch die kühler werdende Nachfrage in den Wintermonaten einen Einfluss auf die Preise hat. Diese Situation ist nicht nur für Russland typisch, sondern auch für andere Länder mit ähnlichem Klima. So liegt beispielsweise in den USA der Benzinverbrauch in den kalten Monaten deutlich unter dem der Sommermonate.
So beliefen sich im Januar 2024 die Benzinlieferungen auf dem US-Markt auf 8,3 Millionen Barrel pro Tag – das ist 11% weniger als im Juli und 8% weniger als im gesamten Jahr, bemerkte der Experte. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im Jahr 2025: Im Januar betrug die Nachfrage nach Benzin in den USA 8,5 Millionen Barrel pro Tag, während sie im Juli 9,2 Millionen Barrel pro Tag betrug; in den ersten neun Monaten lag der Durchschnitt bei 8,9 Millionen Barrel pro Tag.
"In Russland könnte dieser Unterschied aufgrund des 'Datschen'-Faktors, der in den USA nicht vorhanden ist, noch größer sein. Dazu kommt der Feiertagsfaktor: Während in den USA die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage auf Ende Dezember fallen, sind sie in Russland in die erste Januardekade eingebettet", fügte er hinzu.